Britta Werner schrieb:
Zum Unterricht: Unser Lehrer Hani hat morgens immer damit angefangen, dass wir viel sprechen mussten, also erzählen was wir den Tag gemacht haben usw. Danach haben wir meistens gelesen; Zeitungsartikel oder Kapital aus einem Lehrbuch etwa. Gerade das Sprechen war am Anfang natürlich die totale Katastrophe, aber dafür hat man dann nach 1-2 Wochen den Fortschritt gemerkt, besonders in Sachen Wortschatz, also Redewendungen usw. Wenn man die Wörter im Zusammenhang lernt, lassen sie sich natürlich auch viel leichter merken, als wenn sie so relativ zusammenhangslos gelernt werden müssen wie aus einem Buch.
Beim Lesen genauso. Am Anfang hat Hani uns alles vorher vorgelesen, damit
wir es vokalisieren können. Zum Schluss hat er uns öfters mal gleich lesen
lassen und da ging es schon um einiges leichter, die Wörter zu erkennen und
zu lesen.
In der ersten Woche hat Hani uns ein paar Sachen im Dialekt beigebracht und
aufgeschrieben. Die Sachen, die wir im Dialekt im Unterricht gemacht haben, hat man dann auch im Gespräch immer wiedererkannt und dementsprechend mehr verstanden und auch mal gesprochen.
In der letzten Woche haben wir auch mal die Nachrichten geguckt und auseinandergenommen, das war auch ziemlich gut. Und Stadt-Land-Fluss haben wir auf Arabisch gespielt, das war dann natürlich auch eine gute Auflockerung.
Zu den Ausflügen... Wir waren in Jeita, Jbail, Baalbek, Zahle, Beirut
(leider nur ganz kurz), Beit ad-Din und bei den Zedern, wenn ich jetzt
nichts vergessen habe. Das war auf jeden Fall schön, aber oft ein bisschen
gehetzt. Wir haben dann relativ viel mit den Leuten aus dem Dorf oder auf eigene
Faust gemacht.
Christoph Koutschan schrieb aus Österreich:
Im Grossen und Ganzen habe ich dort eine sehr schöne Zeit verbracht. Der Unterricht war abwechslungsreich gestaltet, Hani hat sich wirklich viel Mühe gegeben mit uns. Die Unterkunft war o.k. Was mich ein bisschen gestört hat, war die schlechte Verkehrsanbindung. Zum Glück sind die Einwohner aber sehr hilfsbereit, so dass sich die meisten Dinge dann doch irgendwie arrangieren lassen.
Sarah Hasselbarth schrieb:
Die vier Wochen im Libanon waren eine sehr schöne und interessante Zeit,
in der wir alle wohl viele neue Eindrücke gesammelt haben. Wir waren in
Einzel- und Doppelzimmern untergebracht, die von einem großen Flur
abgingen, auf dem wir auch Unterricht hatten. Der Unterricht fand von
9:00 Uhr morgens bis ungefähr ein Uhr mittags statt. Wir haben
Zeitungsartikel, Gedichte, und andere Geschichten gelesen und natürlich auch geredet.
Die meisten der Ausflüge waren auch sehr schön. Besonders gut gefallen haben mir Byblos und Beit ad-Din. Die restliche Zeit haben wir mit den jungen Leuten verbracht, die wir kennen gelernt haben. Wir waren am Strand und sehr oft in Tripoli, in Beirut etc.
Die Reise hat sich auf jeden Fall gelohnt, weil wir einen Einblick in eine andere Kultur und den dortigen Alltag gewonnen haben, wie man ihn als Urlauber nicht
bekommen kann.